Mit Ankerherz in die Freiheit

Ich habe selten jemanden erlebt, der seine Visionen so radikal umsetzt wie Stefan Krücken, Verleger, Autor und Gründer des Verlages Ankerherz. Wenn Stefan etwas wirklich will, dann ist er wie eine durchgedrehte Büffelherde – er sieht sein Ziel und rennt drauf los. Klar, dass so jemand sein eigenes Ding machen muss. Ich habe Stefan beim gemeinsamen Zeitungsvolontariat in Köln kennengelernt. Mit Ankerherz hat er sich endlich einen Traum erfüllt, mit dem er seine Vorstellungen von exzellenten Texten, Bildern und tollem Design verwirklichen kann. Und dazu noch seine Idee von einem guten Leben. Hier kommt er selbst zu Wort:

 

Wer bist du?

 

Stefan Krücken, Jahrgang 1975. Ich wollte schon als Kind Reporter werden. War Polizei-Reporter in Chicago (Chicago Tribune) und habe für Magazine (max, Stern, GQ) Reportagen aus aller Welt geschrieben, von Bergleuten auf Spitzbergen, Hooligans in Glasgow oder Kindersoldaten in Uganda. 2007 gründeten meine Frau Julia und ich Ankerherz. Wir haben vier Kinder (und zwei Hunde) und leben in einem Dorf nahe Hamburg.

 

 

Beschreibe deine Idee

 

Ankerherz erzählt die Geschichten von Helden des Alltags. Romantische Geschichten, große Geschichten im Kleinen. Wir legen Wert auf Qualität, die Wahl des Papier, des Leinens. Und wir sind nicht nur Verlag, sondern verkörpern ein Lebensgefühl.

 

 

Wann ist dir die Idee gekommen, was war der entscheidende Moment?

 

Der erste Impuls war ein Moment des Trotzes. Wir hatten damals die Stories alter Kapitäne, aber einige Verlage erzählten nur, was nicht geht. Da haben wir es eben selbst umgesetzt – und die Entscheidung nie bereut.

 

 

Gab es Unterstützer und Hilfe?

 

Wir haben immer wieder tolle Menschen getroffen, die uns auf ihre Weise unterstützt haben. Unser Freund Bobby Dekeyser mit seinem Rat. Oder Axel Prahl und die Kapitäne Manfred Schleiff und Jürgen Schwandt.

 

 

Gab es Widerstände?

 

Klar, aber nichts, das wir nicht wegräumen konnten.

Der Buchhandel könnte offener sein und mutiger für Neues.

 

 

Welche Vision, welchen Lebenstraum verbindest du damit?

 

Die Vision, mit Freunden und Gleichgesinnten Geschichten zu erzählen, die mich bewegen. Freiheit ist ein wichtiger Antrieb für mich, die Freiheit, jeden Tag tun zu dürfen, was mir Spaß macht.

 

 

Welche Ziele willst du noch erreichen?

 

Großfamilie und die Arbeitsbelastung einer Firma besser in Einklang zu bringen. Und in den nächsten Jahren Ankerherz in die USA bringen.

 

 

www.ankerherz.de

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